{"corpus":"steiner","locus":"GA 191/1919-11-09/p027","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn Sie einmal versuchen werden, diese Dinge innerlich zu durchdringen - sie lassen sich ja nur innerlich anschauen, nicht mit den gewöhnlichen äußeren Hilfsmitteln der Intelligenz nach dem Muster der heutigen Wissenschaft beweisen —, dann kommen Sie eben allmählich auf den Weg, auch zu begreifen, wie die Menschheit wirklich aus freien Menschenwesen besteht. Die Natur ist eigentlich nichts, was unserer Freiheit widerspricht. Denn als Menschen machen wir die uns nächstumgebende Natur. Nur in den Teilerscheinungen widerspricht die Natur unserer Freiheit. Nicht weiter, vergleichsweise gesprochen, wirkt die Natur gegen unsere Freiheit, als wenn Sie eine Hand ausstrecken und ein anderer ergreift sie und hält sie zurück. Sie werden sich dadurch nicht Ihren freien Willen absprechen, daß ein anderer Ihnen eine Bewegung zurückhält. So sind wir als Gegenwartsmenschen auch in bezug auf mancherlei zurückgehalten dadurch, daß Menschen der Vorzeit etwas getan haben, was sich erst heute in den Wirkungen äußert. Aber Menschen haben es getan. Was für Menschen? Diejenigen nicht, gegen die wir uns so wenden können, daß wir ihnen einen Vorwurf machen, denn wir waren es ja selber in früheren Erdenleben, die den gegenwärtigen Zustand bewirkt haben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dreizehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1919-11-09","location":null,"word_count":186,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/191/1919-11-09/p027","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/191/1919-11-09/p027"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/191/1919-11-09/p027","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1919-11-09_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}