Fünfzehnter Vortrag
Sehen Sie, das ist die kosmische Arbeit der Geisteswissenschaft. Die kosmische Arbeit der Geisteswissenschaft besteht ja darinnen, daß das Wissen der Zukunft nicht ahrimanisch werde beziehungsweise bleibe. Es ist eine gute Methode, dem Ahriman in die Hände zu arbeiten, wenn man von der Bekenntnisteligion alles, was Wissen ist, ausschließt, wenn man immer wieder und wiederum betont, nur der schlichte Glaube mache alles. Wenn man bei diesem schlichten Glauben stehenbleibt, dann verdammt man sich eben in die Seelendumpfheit und Seelenstumpfheit, und dann dringt nicht die Weisheit herein, die dem Ahriman gewissermaßen abgenommen werden soll. Also es handelt sich nicht darum, daß die Menschheit einfach die Zukunftsweisheit empfange, sondern darum, daß die Menschheit diese Zukunftsweisheit sich erarbeite, und daß diejenigen, die sie erarbeiten, die Verpflichtung übernehmen, die Erdenkultur zu retten; die Erdenkultur für Christus zu retten, so wie die alten Rishis und Eingeweihten die Verpflichtung übernommen hatten, nicht nachzugeben dem Ansinnen Luzifers, die Menschheit von der Erde hinwegzuführen..
Cite:
GA 191/1919-11-15/p018 · edition original