Fünfzehnter Vortrag
In dieser Beziehung macht man ja wirklich eigentümliche Erfahrungen. Ich wurde zum Beispiel in Dresden vor einiger Zeit eingeladen, in einer Schopenhauer-Gesellschaft zu sprechen. Eine Schopenhauer-Gesellschaft - ich dachte mir, da muß es etwas ganz Besonderes geben. Und so habe ich denn versucht, darzustellen, wie psychologisch, seelisch aufzufassen ist der Gegensatz zwischen Schlafen und Wachen, Aufwachen und Einschlafen. Ich habe darauf aufmerksam gemacht, was ich Ihnen auch neulich einmal erwähnt habe, daß ja der Nullpunkt zunächst nur im Aufwachen und Einschlafen da ist, daß der Schlaf nicht bloß ein Aufhören des Wachens ist, sondern sich verhält zu dem Wachen wie Schulden zu Vermögen.
Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/191/1919-11-15/p026.json
Cite:
Cite:
GA 191/1919-11-15/p026 · edition original