Fünfzehnter Vortrag
Aber an diesem Denken hängt auch dasjenige, um was es sich in der Gegenwart handelt. Denn der Weg ist weit, weit zwischen dem, daß schließlich der einzelne, der ja immer noch dank der göttlichen Mächte und dank - verzeihen Sie — Luzifer und Ahriman nicht ganz töricht ist, und dem Vertreten dieser Dinge vor der Welt. Der einzelne sieht manches ein von diesen Dingen und bildet sich manchmal bei sich ein gar nicht ungesundes Urteil; aber von diesem Punkte bis dahin, vor der Welt die Sache in entsprechender Weise zu behandeln, ist der Weg weit, recht, recht weit. Und für viele liegt die Sache doch so, daß sie auf der einen Seite ganz gern in die Geisteswissenschaft untertauchen, wenn sich da eine Gesellschaft mehr sektenartiger Art bildet, in der sie untertauchen können. Wenn sie aber dann wiederum vor der Welt stehen und in der Welt etwas von dem vorstellen sollen, wozu die Welt ihre Dokumente, ihre Zeugnisse gibt, dann raucht die Sache wiederum aus; dann sind sie brave Bürger des braven Philisterlandes. Das aber fördert ganz entschieden die Schritte Ahrimans.
Cite:
GA 191/1919-11-15/p029 · edition original