Erster Vortrag

GA 193/1919-02-04/p019 ·1919-02-04 · original (original)
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Denken Sie diese Worte nur aus! In diesen Worten liegt viel. In diesen Worten liegt die Notwendigkeit, daß der Mensch gerade von unserem Zeitalter an ein ursprüngliches, elementares Streben aus sich selbst heraus beginne. Wir können dieses elementare Streben auf verschiedenen Gebieten der Seele suchen. Wir müssen es vor allen Dingen auf einem tieferen sozialen Gebiete suchen, indem wir mehr geisteswissenschaftlich das Verhältnis von Mensch zu Mensch ins Auge fassen. Dadurch, daß früher die Götter ihre Ziele mit der Menschenentwicklung hatten und durch den Menschen verwirklichten, standen sich, so wie es damals sein sollte, in der Erdenentwicklung die Menschen viel näher als heute. Heute werden die Menschen in einer gewissen Beziehung voneinander weggetrieben, und sie müssen sich in einer ganz anderen Beziehung wiederum suchen. Von diesem Suchen müssen die Menschen aber erst lernen. Rein äußerlich betrachtet, können Sie das überall sehen. Der Mensch weiß heute wenig vom Menschen. Geisteswissenschaft ist in ihrer kosmischen Schätzung der Menschenwürde und des Menschenwesens heute erst im Anfange. Im wirklichen Leben weiß der Mensch heute wenig vom Menschen. Der Mensch dringt nicht vor bis zu den Tiefen im Wesen der Seele eines Mitmenschen. Das ist die Regel. Das ist dasjenige, was in einem tieferen sozialen Wesen gefunden werden muß: Menschenkenntnis in einer neuen Form muß in die Menschenentwicklung einziehen.

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