Neunter Vortrag

GA 193/1919-10-27/p019 ·1919-10-27 · original (original)
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Nun hat Ahriman, damit sich für ihn am fruchtbarsten seine Inkarnation gestalten werde, das größte Interesse daran, daß die Menschen sich in dieser Illusionswissenschaft, die ja im Grunde genommen unsere ganze heutige Wissenschaft ist, vervollkommnen, daß sie aber nicht darauf kommen, daß es eine Illusionswissenschaft ist. Ahriman hat das allergrößte Interesse, den Menschen Mathematik beizubringen, aber ihnen nicht beizubringen, daß die mathematisch-mechanischen Anschauungen nur Illusionen über das Weltenall sind. Ahriman hat das größte Interesse daran, Chemie, Physik, Biologie und so weiter, so wie sie heute unter den Menschen vertreten und zur bewunderten Anschauung gemacht werden, dem Menschen beizubringen, aber ihn glauben zu machen, daß das absolute Wahrheiten sind, daß das nicht gleichsam nur Gesichtspunkte sind, Photographien von einer Seite. Wenn man einen Baum photographiert von einer Seite, so kann er richtig photographiert sein, aber man hat doch keine ganze Anschauung davon. Wenn Sie ihn von vier Seiten photographieren, so können sie allenfalls eine Anschauung von ihm bekommen. Dieses zu verbergen vor der Menschheit, daß man es in der heutigen intellektuell-rationalistischen Wissenschaft mit ihrem Anhängsel, einer abergläubischen Empirie, mit einer großen Illusion, mit einer Täuschung zu tun hat, dieses nicht anzuerkennen, daran hat Ahriman das allergrößte Interesse. Er würde den größten Erfolg haben können, den stärksten Triumph erleben können, wenn es zuwege gebracht werden könnte, daß jener wissenschaftliche Aberglaube, der heute alle Kreise ergreift, und nach dem die Menschen sogar ihre Sozialwissenschaft einrichten wollen, bis ins 3. Jahrtausend hinein herrschen würde, und wenn Ahriman dann als Mensch zur Welt kommen könnte innerhalb der westlichen Zivilisation und den wissenschaftlichen Aberglauben finden würde.

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