Erster Vortrag

GA 194/1919-11-21/p030 ·1919-11-21 · original (original)
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Es nützt nichts, wenn Milton oder Klopstock die Wesen des Himmels als göttliche Wesen bezeichnen. Göttliche Wesen, wie sie der Mensch empfinden soll, wären sie nur, wenn zugrunde läge die dreigliedrige Struktur des Weltendaseins. Dann würde man sagen können: Da findet ein Kampf statt zwischen dem guten Prinzip und dem bösen Prinzip. So aber, wie die Sache liegt, wird eine Zweiheit angenommen, dem einen Glied dieser Zweiheit das Gute beigelegt, Namen gefunden, die den Wesen beigelegt werden, die eigentlich vom Göttlichen hergenommen sind, und auf die andere Seite das teuflische, das antigöttliche Element gestellt. Was ist damit eigentlich in Wirklichkeit getan? Damit ist in Wirklichkeit nichts Geringeres getan, als daß das wirklich Göttliche aus dem Bewußtsein herausgerückt ist, und daß das Luziferische mit dem göttlichen Namen belegt wird, daß wir in Wahrheit vorliegen haben einen Kampf zwischen Luzifer und Ahriman, und daß nur dem Ahriman luziferische Eigenschaften beigelegt werden, und dem Reiche des Luzifer werden die göttlichen Eigenschaften beigelegt.

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Cite: GA 194/1919-11-21/p030 · edition original