Dritter Vortrag

GA 194/1919-11-23/p027 ·1919-11-23 · original (original)
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Die haben wir tatsächlich in unserem Haupte. Während unser übriger Organismus noch in einer aufsteigenden Entwickelung ist, befindet sich unser Haupt bereits in absteigender Entwickelung. Dann, wenn man glaubt, Entwickelung läge nur im Aufsteigen vor, dann entfernt man sich von der wahren Wirklichkeit, dann redet man so, wie Haeckel unter gewissem Irrwahn-Einfluß geredet hat: erst einfache Wesen, dann Weiterentwickelung, wieder kompliziertere Wesen und so weiter ins Unendliche fort, immer komplizierter, immer vollkommener. Das ist Unsinn. Jede Entwickelung, die vorwärtsschreitet, tritt auch wiederum den Rückweg an. Alles Aufsteigen wird gefolgt von einem Absteigen, und alles Aufsteigen trägt schon die Anlage zum Absteigen in sich. Das gehört zu den verfänglichsten Täuschungen der neueren Menschheit, daß dieser neueren Menschheit abhandengekommen ist der Zusammenhang zwischen Evolution und Devolution, Entwickelung und wiederum rückläufigem Werden. Denn wo aufsteigende Entwickelung ist, da muß sich die Anlage zu rückläufiger Entwickelung ergeben. Dann geht in dem Momente, wo eine aufsteigende Entwickelung anfängt rückläufig zu werden, das Physische in die geistige Entwickelung hinein. Denn sobald das Physische beginnt rückläufig zu werden, ist für eine geistige Entwickelung Platz. In unserem Haupte ist für eine geistige Entwickelung Platz, weil eine physisch rückläufige Entwickelung da ist. Wir werden aber nicht früher das Menschenwesen und damit die übrige Welt durchschauen, bevor wir in die Lage kommen, die Dinge im rechten Lichte zu sehen, also unsere Intelligenz wirklich in den Zusammenhang mit der luziferischen Entwickelung zu bringen, so wie ich es dargestellt habe. Denn dann werden wir diese Dinge in der richtigen Weise bewerten und werden wissen, daß unsere Intelligenz einen Einschlag braucht, wenn sie tatsächlich den Menschen an sein Ziel bringen soll. Es muß Luzifer verhindert werden durch das Christus-Prinzip, den Menschen abtrünnig zu machen von seiner ihm vorbestimmten göttlichen Richtung.

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