{"corpus":"steiner","locus":"GA 194/1919-11-28/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Denken Sie sich einmal die Mysterienkultur wie eine Art Chimborazo der menschlichen Geisteskultur in sehr alter Zeit (weiß). Diese Mysterienkultur wird dann in Griechenland - ich will das der Farbe nach beschreiben — Logik, bis zu dem Mysterium von Golgatha (roter Linienstrich bis zum ersten roten senkrechten Strich). Das wird dann im Mittelalter fortgesetzt durch die Scholastik (weiße Linie bis zum zweiten roten senkrechten Strich). Da (obere rote Klammer) haben wir diesen letzten Ausläufer, diesen Ausklang der alten Mysterienkultur durch viereinhalb Jahrhunderte (über die rote Klammer wird geschrieben: 4½ Jh.). Und nun, seit dem 15. Jahrhundert, beginnt eine neue Art der Vorstellungsweise, wir könnten sie die Galileische nennen. Wir sind ungefähr so weit entfernt von dem Ausgangspunkte (kleiner roter Kreis und dritter roter senkrechter Strich), wie die Zeit betrug, die man gebraucht hat von dem Auftreten dieser griechischen Denkweise bis zu dem Mysterium von Golgatha (untere rote Klammer vor dem ersten roten senkrechten Strich). Aber während das ein Ausklang ist (weißer Bogen unter der unteren roten Klammer), gewissermaßen eine Abendröte, haben wir es zu tun mit einem Vorklang (weißer Bogen zwischen dem zweiten und dritten roten Strich und 4½ Jh.), mit etwas, was herauf sich entwickeln muß, was wir hinaufbringen müssen zu einer gewissen Höhe. Die griechische Kultur stand an einem Ende. Wir stehen an einem Anfange.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Vierter Vortrag","site_heading":null,"date":"1919-11-28","location":null,"word_count":217,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/194/1919-11-28/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/194/1919-11-28/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/194/1919-11-28/p011","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}