Elfter Vortrag

GA 194/1919-12-14/p005 ·1919-12-14 · original (original)
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Diese Dinge müssen auch aus den Notwendigkeiten der Zeit heraus begriffen werden. Deshalb muß es mit ganz besonderer Befriedigung aufgenommen werden, wenn in dieser unserer immer schwieriger werdenden Zeit sich doch nun Menschen finden, die ergriffen werden von jener Willenskraft, die notwendig ist, um für unsere Sache einzutreten. Aber es sind leider noch viel zu wenige da von der Art derjenigen, die den ganzen Ernst dessen durchdringen, was heute für die Evolution der Menschheit auf dem Spiele steht. Es stehen auf der einen Seite jene, die, nicht aus irgendwelchen geistigen Gründen, sondern aus einer Denkbequemlichkeit und anderen Rücksichten, nicht heraus wollen aus dem, woran sie sich gewöhnt haben seit langer Zeit. Auf der anderen Seite müssen diejenigen dastehen, die mit ihrem ganzen Wesen sich entgegenstemmen dem, was reif ist zum Untergange. Und wir müssen nicht glauben, daß die Nachsicht mit dem, was reif ist zum Untergange, irgend etwas sein darf, was uns heute zurückhält. In den letzten fünf bis sechs Jahren hätten die Menschen lernen können, wie die alten Dinge sich ad absurdum führen. Und jene, die es noch nicht gelernt haben, werden reichlich Gelegenheit haben, es in der nächsten Zeit zu lernen. Aber es muß in uns das Feuer sein für dasjenige, was als Neues der Menschheitsevolution eingepflanzt werden soll.

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