Elfter Vortrag

GA 194/1919-12-14/p010 ·1919-12-14 · original (original)
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Die ahrimanischen Mächte haben wesentlich mitgewirkt im Ausgangspunkte jener Ereignisse, die 1914 gespielt haben. Man würde heute schon, wenn man nur wollte, aus dem rein äußerlichen Verfolgen der Sache ersehen können, wie notwendig es ist, der Menschheitsevolution geistige Erkenntnis einzufügen. Wie weit entfernt ist man aber aus den Denk- und Empfindungs- und Gefühlsgewohnheiten heraus, derlei Dinge mit vollem Ernste zu betrachten. Da ist auf der einen Seite die Tatsache - und noch mehr die bevorstehende Tatsache, daß die Zeit reif ist zum Auftreten von Menschen, die eine geeignete, befähigte Seele dem entgegenbringen können, was seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts an geistigen Impulsen hereinbricht in unsere physische Welt. Neben dem, daß wir hineingesegelt sind in eine materialistische Zeit, besteht ja die andere Tatsache, daß die Tore, die von der geistigen Welt zu der unsrigen gehen, seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts offen stehen, und daß Menschen, die diesen geistigen Impulsen ihre geöffnete Seele, ihr geöffnetes Bewußtsein entgegenbringen, Beziehungen zur geistigen Welt haben können. Gewiß, die Zahl derer, in deren Bewußtsein heute schon die geistige Welt hereinspielt, mag klein sein. Aber es ist die Tatsache vorhanden, daß die geistige Welt in manches Menschengemüt hereinspielt. Und wir können sagen: Die nächsten zehn, zwanzig, dreißig Jahre, bis zur Mitte des Jahrhunderts werden solche sein, in denen immer mehr und mehr Menschen gelernt haben werden, leise hinzuhorchen auf ihr Inneres, um dieses Innere entgegenzuhalten den hereinwollenden Impulsen der geistigen Welt.

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Cite: GA 194/1919-12-14/p010 · edition original