Elfter Vortrag

GA 194/1919-12-14/p018 ·1919-12-14 · original (original)
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Zweierlei also ist es, was zu den ersten Erlebnissen gehört: daß wir herauskommen aus der Zeit und herauskommen aus dem Raum, wenn wir die Schwelle überschreiten zur geistigen Welt. Ich habe früher öfter mal hingewiesen auf mancherlei, was zu den raumlosen Vorstellungen führen kann, indem ich Sie auf die Dimensionen aufmerksam gemacht habe, nicht in so kindlicher Weise, wie oftmals von den Spiritisten über den vierdimensionalen Raum gesprochen wird und dergleichen, sondern in ernsterer Weise. Aber bedenken Sie, was Ihnen von all dem, was Sie Inhalt Ihres Bewußtseins nennen, verlorengeht, wenn Sie nicht mehr im Raume und nicht mehr in der Zeit sind. Ihr Leben ist ganz angepaßt an Raum und Zeit. Auch das seelische Leben des Menschen ist ganz angepaßt an Raum und Zeit. Sie kommen in eine Welt, an die Sie nicht angepaßt sind: das Nichtangepaßtsein an die Welt bedeutet Schmerzempfindung, Leidempfindung. So daß ohne die Überwindung von Schmerz und Leid nicht hineinzukommen ist zunächst in die geistige Welt. Die Menschen bringen es sich nicht zum Bewußtsein, aber sie scheuen vor der geistigen Welt aus Furcht zurück, weil sie das Abgrundartige einer Welt, in der nicht Raum und Zeit ist, nicht betreten möchten.

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Cite: GA 194/1919-12-14/p018 · edition original