{"corpus":"steiner","locus":"GA 194/1919-12-14/p029","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Beziehungen, sage ich, zu den geistigen Welten, sie ergeben sich, wenn man in diese Feinheiten des menschlichen Seelenlebens hineinsieht. Durch das, was mehr Denken ist und nur einen Unterton des Wollens hat, durch das hängen wir mit einer gewissen Art des geistigen Seins der geistigen Welten zusammen. Und wiederum mit einer anderen Art der geistigen Welten hängen wir zusammen durch dasjenige, was mehr Wollen und weniger Denken ist. Das hat schon seine tiefere Bedeutung. Denn dasjenige, was wir so finden, das prägt sich im Menschenleben aus, und die Differenzierungen, die in der Welt vorhanden sind, die kommen davon her, daß immer die eine oder die andere Kraft der menschlichen Natur sich nach der einen oder nach der anderen Seite mehr ausbildete. Diejenigen Kräfte, die in dem Wollen liegen, das den Unterton des Denkens hat, die wurden zum Beispiel im eminentesten Sinne in der althebräischen Kultur ausgebildet. Und diejenigen Kräfte des menschlichen Seelenwesens, welche hauptsächlich im Denken fußen, das einen Unterton des Wollens hat, die wurden in dem, was man die alte heidnische Kultur nennt, ausgebildet. (Zu dem auf Seite 204 begonnenen Schema werden noch die Worte «althebräisch» und «heidnisch» dazugeschrieben.) Und gegenwärtig haben wir die zwei Strömungen nebeneinander laufend. Gegenwärtig haben wir in der zivilisierten Welt durcheinanderlaufend die eine Strömung, die eine Fortsetzung des alten Heidentums ist, in der Naturanschauung, und die andere Anschauung, die eine Fortsetzung des alten Hebräertums ist, sie haben wir in der sozialen Anschauung der Gegenwart, in unseren ethischen, in unseren religiösen Begriffen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Elfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1919-12-14","location":null,"word_count":247,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/194/1919-12-14/p029","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/194/1919-12-14/p029"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/194/1919-12-14/p029","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}