Zwölfter Vortrag

GA 196/1920-02-08/p008 ·1920-02-08 · original (original)
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Aber alles dasjenige, was so an einer wunderbaren Weisheit einstmals da drüben im Osten gelebt hat, es hat dadurch gelebt, daß diese Menschen das, was sie geistig empfingen, mit der reinen Seele aufnahmen, daß sich das Körperliche wenig daran beteiligte. Dann ist ja, wie Sie wissen — und Sie finden das Genauere darüber in meinem Buche «Das Christentum als mystische Tatsache» -, aus all dem, was an so wunderbarer Weisheit der alte Orient besessen hatte, die Anschauung herausgekommen, die man über das Christentum gewonnen hat. Denn im wesentlichen ist ja das, was Anschauung ist über das Christentum, ein Vermächtnis des Orients. Aber zum Teil ist die orientalische Urweisheit selbst auf dem Wege durch das Griechentum, zum Teil in der Verwandlung, welche sie durch das Mysterium von Golgatha durchgemacht hat, nach Europa gekommen.

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