{"corpus":"steiner","locus":"GA 196/1920-02-08/p012","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wie sich die eine Linienform zu der andern Linienform verhält, so verhält sich der innere, auch materielle Charakter des Blutes bei der östlichen Bevölkerung zu dem Charakter des Blutes bei der westlichen Bevölkerung. Aber mit der Blutentwikkelung hängt dasjenige zusammen, was ich als körperliche Empfänglichkeit charakterisiert habe. Diese körperliche Empfänglichkeit, wie gesagt, ist verraucht, heute gibt wenigstens für die westliche europäische Bevölkerung und ihren amerikanischen Anhang das Körperliche nichts Geistiges mehr her. Daher muß das Geistige auf anderem Wege, auf dem Wege gesucht werden, den anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft angibt. Man kann sagen, grob gesprochen: Das aus der physisch-leiblichen Materialität hervorgegangene Geistige, welches im wesentlichen gedient hat, in den Jahrhunderten bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts hinein, Verständnis für das Christentum zu eröffnen, das ist vertrocknet. Man lebt heute gerade in der westlichen Kultur mit vertrockneten Leibern, und das, was sich geltend macht, ist eine bloße mechanistische Kultur, weil es aus den unlebendigen, vertrockneten Leibesorganisationen kommt. Diese Veränderung ist also nicht bloß eine solche, wie sie die heute abstrakten Historiker zeichnen, sie ist eine solche, daß sie bis tief in das Leibeswesen des Menschen hineingeht.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zwölfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-02-08","location":null,"word_count":185,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/196/1920-02-08/p012","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/196/1920-02-08/p012"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/196/1920-02-08/p012","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}