{"corpus":"steiner","locus":"GA 196/1920-02-08/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Vor dem, was ich Ihnen jetzt gesagt habe, verschließen sich die meisten Menschen der Gegenwart. Aber so wie die Römer die Zwölftafelgesetze gelernt haben, so wie es später Usus war, das Einmaleins als etwas für den Menschen Notwendiges zu betrachten, so wird eine gar nicht ferne Zukunft, auf die wir hinarbeiten müssen, zur allgemeinen Bildung rechnen müssen, solche elementaren Begriffe über die Menschheitsentwickelung zu haben. Sonst wird nach je fünfzehn Jahren eine solche Katastrophe über die Erdenentwickelung der zivilisierten Menschheit kommen, wie wir sie in den letzten fünf bis sechs Jahren gehabt haben. Denn daß sich die Menschen verschlossen haben gegenüber dem, was hereinbrechen will als eine Neubildung in die zivilisierte Menschheit, das ist der wahre Grund, warum jene Konfusion herausgekommen ist, die in den letzten fünf bis sechs Jahren da war. Und wollen die Menschen weiter aus ihrem vertrockneten materialisierten Leibe heraus leben, so werden sie ganz von selber aus diesem vertrockneten, materialisierten Leibe heraus Eigenschaften aushecken, welche alle fünfzehn bis zwanzig Jahre zu einer solchen Verwirrung führen, wie die Verwirrung, die wir 1914 in Europa gehabt haben. Es gibt heute nur zweierlei: Entweder man bequemt sich dazu, dieses Einfließen einer Neubildung in die Menschheit, damit auch das Einfließen eines neuen, durch die Geisteswissenschaft unterstützten Verständnisses des Christentums zuzulassen, oder damit zu rechnen, daß zerstörerische Elemente in einem furchtbaren Maße in das menschliche soziale Leben eintreten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zwölfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-02-08","location":null,"word_count":227,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/196/1920-02-08/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/196/1920-02-08/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/196/1920-02-08/p013","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}