Vierzehnter Vortrag
Wir müssen in der Tat Sinnestätigkeit, Intelligenz und Gedächtnis in den folgenden Entwickelungsstadien der Erde befruchten mit dem, was aus der geistigen Welt heraus sich offenbart, weil die eigentliche Erdengabe, die da kommt für diese höheren Fähigkeiten als Wollen, Begehren und Fühlen, weil die allmählich vertrocknet. Wir wollen nicht bloß abfällig kritisieren den steifen Philister, wie wir es gerade getan haben, sondern wir wollen zu gleicher Zeit zugeben, daß er ein Pionier ist der Zukunftsvertrocknung unserer höheren Seelenfähigkeiten, daß er dasjenige, was die ganze Menschheit befallen wird, schon in seinem Leibe empfindet; nur empfindet er heute noch selten die Notwendigkeit, daß das ersetzt werden muß durch geistige Offenbarung. Es muß ersetzt werden durch geistige Offenbarung. Es muß der Mensch, so wie er bisher gewohnt war, das Hinaufströmen (Pfeil aufwärts) von Wollen, Begehren und Fühlen in Gedächtnis, Intelligenz und Sinnestätigkeit zu erleben, von oben herunter erleben die Offenbarungen der geistigen Welt durch Geisteserkenntnis (Pfeil abwärts, rechts oben), damit seine Sinnestätigkeit, seine Intelligenz, sein Gedächtnis mit dem angefüllt werden können, mit dem sie nicht mehr angefüllt werden, indem unser physischer Leib bei der Erdendekadenz immer mehr und mehr vertrocknet.
Cite:
GA 196/1920-02-14/p017 · edition original