Erster Vortrag

GA 198/1920-03-20/p016 ·1920-03-20 · original (original)
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Auf solche Dinge muß der Mensch der Gegenwart hinsehen, denn er steht drinnen in einem wichtigen Übergangszeitpunkt; er steht drinnen in der Zeit, in der sich entscheiden muß, ob er wohl kann den Übergang finden, gewissermaßen die Eindrücke von oben zu empfangen. Wir dürfen nicht beim bloßen Intellektualismus bleiben, wir müssen den Intellektualismus vergeistigen und verseelischen. Dann wird aber dasjenige, was als Geistiges und Seelisches sich in uns ausbildet, bis in die menschliche Organisation hinein wirken. Und wenn wir es nicht ausbilden? Wenn irgendein Organ zu etwas bestimmt ist und man gebraucht es nicht dazu, stirbt es ab, ertötet sich. Da haben Sie in der menschlichen Organisation selber, was eine alte Zeit aus anderen Erkenntnisvoraussetzungen heraus für die Entwickelung der ganzen Menschheit angenommen hat. Sehen Sie auf Ihre Augen hin: in diese Augen hinein muß sich ergießen dasjenige, was von oben herunter als spirituelles Leben in die Zukunftsmenschheit einströmen soll. Strömt es nicht ein, dann sind diese Augen dazu verurteilt, krank zu werden. Durch ihre eigene Natur müssen die Augen der Menschen krank werden, ebenso die Ohren, ebenso der Wärmesinn.

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Cite: GA 198/1920-03-20/p016 · edition original