Vierter Vortrag

GA 198/1920-04-02/p005 ·1920-04-02 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Der starre Zeitpunkt, in den das Weihnachtsfest verlegt wird, deutet an, wie eng dieses Weihnachtsfest verbunden gefühlt werden soll mit dem Irdischen, weil es erinnern soll an die Geburt desjenigen Menschen, in den dann die Christus-Wesenheit einzog. Aber an ein Ereignis, das nicht innerhalb des Ganges der Erdenentwickelung, sondern innerhalb des ganzen Weltenzusammenhanges, in den der Mensch hineingestellt ist, eine Bedeutung hat, daran soll das Osterfest erinnern. Deshalb soll auch der Zeitpunkt dieses Osterfestes nicht bloß ein solcher sein, der sich nach den gebräuchlichen irdischen Verhältnissen richtet, sondern er soll ein solcher sein, der nur festgelegt werden kann, wenn der Mensch seine Gedanken hinauswendet auf das Außerirdische. Und etwas noch Tieferes liegt in dieser Festlegung des beweglichen Zeitpunktes des Osterfestes. Es liegt darinnen die Art, wie der Mensch durch den Christus-Impuls von der Erdenentwickelung, von den Kräften dieser bloßen Erdenentwickelung frei werden sollte; daß er frei werden sollte durch eine Erkenntnis des Außerirdischen, das liegt darinnen. Gewissermaßen eine Aufforderung, sich zu erheben zu dem Außerirdischen, das liegt darinnen, und man möchte sagen, ein gewisses Versprechen der Weltgeschichte an den Menschen, daß er frei werden könne von irdischen Verhältnissen durch den Christus-Impuls, das liegt auch darinnen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/198/1920-04-02/p005.json
Cite: GA 198/1920-04-02/p005 · edition original