Vierter Vortrag

GA 198/1920-04-02/p007 ·1920-04-02 · original (original)
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Das müssen wir uns ja immer wieder und wieder vor die Seele rücken, wie gerade diese Gestalt des Paulus eingreift in die Entwickelung des Christentums. Wir können sagen: Paulus hatte reichlich Gelegenheit, sich durch den Augenschein, durch die äußere physische Wahrnehmung zu unterrichten von den Ereignissen in Palästina, die sich an die Persönlichkeit des Jesus anknüpfen. Durch alles das, was so in der physischen Welt auf ihn gewirkt hat, hat sich Paulus nicht überzeugen lassen, denn er gehörte noch zu den Bekämpfern des Christentums, nachdem bereits diese Ereignisse von Palästina ihr physisches Ende erreicht hatten. Paulus wurde erst der Christen-Apostel, als er das Ereignis von Damaskus erlebte, als er erlebte die Wesenheit des Christus-Impulses durch Außerirdisches, durch Übersinnliches. Paulus ist gerade derjenige, der sich nicht durch physisch-sinnliche Eindrücke überzeugen ließ von der Bedeutung des Christus-Impulses, sondern der für seine Überzeugung die übersinnliche Erfahrung brauchte. Und diese übersinnliche Erfahrung, sie war eine gründlich in das Leben des Paulus einschneidende. Sie war so einschneidend, daß Paulus ein vollständig anderer Mensch wurde. Man kann schon sagen, sie war so einschneidend, daß Paulus dasjenige geworden ist, was man einen Initiierten, einen Eingeweihten nennen kann.

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