Vierter Vortrag
Wir erleben einen solchen Parallelismus des Allgemeinmenschlichen für das gewöhnliche Bewußtsein ja nur — wie ich öfter ausgeführt habe — bis zum siebenundzwanzigsten Lebensjahr, und auch da ist schon das, was in die letzten Jahre hineinfällt, wenig bemerkbar. In der Zeit, in welcher der Christus-Impuls einzog in die Menschheitsentwickelung, da war es gerade so, daß die Menschen, auch die Menschen der griechisch-lateinischen Volkheit, eben bis in das dreiunddreißigste Lebensjahr hinein noch diesen Parallelismus erlebten. Und der Christus Jesus lebte seine physischen Erdentage gerade so lange, daß er während dieser physischen Erdentage mitmachte jenes Leben, das in der Parallelität verläuft zwischen der physischen Organisation und der geistig-seelischen Organisation. Dann ging er für das irdische Leben durch die Todespforte.
Cite:
GA 198/1920-04-02/p010 · edition original