Vierter Vortrag

GA 198/1920-04-02/p017 ·1920-04-02 · original (original)
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Man versteht ja heute Paulus so trivial, weil man immer wieder und wiederum den Hang entwickelt, das, was er gesagt hat, sich in seine eigene Sprache, in die Sprache der materialistischen Gegenwart zu übersetzen. Man versteht ihn so trivial, daß man den einen Schwärmer nennen wird, der das Folgende, das aber durchaus wahr ist, über den Inhalt der Sprache des Paulus zu sagen hat. Paulus empfand es als eine große Weltenkrisis, daß gewissermaßen in der Dämmerung verschwand das alte, sinnlich-geistige Anschauen, und daß aufkommen sollte, wie in einem neuen Lichtreiche, das durch innere Initiative zu erringende Anschauen des Geistigen, das nicht zu gleicher Zeit da ist mit dem sinnlichen Anschauen. Paulus wußte aus seinem übersinnlichen Initiatenerlebnis, daß der Christus Jesus mit der Erdenentwickelung der Menschheit fortan seit der Auferstehung verbunden ist. Aber er wußte auch, daß, obzwar der Christus Jesus auf der Erde wandelt, er nur zu finden ist durch das Aufraffen der inneren Sehekraft, nicht durch das bloße sinnliche Anschauen. Derjenige, der ihn erreichen will durch das bloße sinnliche Anschauen, der muß sich über ihn täuschen, der muß irgendeinen Dämon für den Christus halten.

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