Vierter Vortrag
Demgegenüber ist die heutige Menschheit so weit gekommen, zwar noch zu reden von dem Gegensatz einer äußeren sinnenfälligen Wissenschaft und dem Glauben. Der äußeren sinnenfälligen Wissenschaft gestattet die neuere Theologie, kompliziert zu sein, sachlich zu sein, angewiesen darauf zu sein, etwas zu lernen; dem Glauben gestattet sie das nicht. Der soll — wie immer wieder und wieder betont wird an das Kindlichste im Menschen appellieren, an das, wozu man gar nichts zu lernen braucht.
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GA 198/1920-04-02/p020 · edition original