Zwolfter Vortrag
Man kann es auch anders aussprechen: daß auf dieses unser menschliches Erdenleben andere Wesen rechnen, und diese Wesen sprechen wir eigentlich an als unsere Götter, als die über uns stehenden geistigen Wesen. Sie leben mit uns zusammen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Da sind wir gewissermaßen mit ihnen in lebendigem Verkehre, Dann tritt für jeden Menschen der Augenblick ein, wo gewissermaßen diese geistigen Wesen, diese göttlichen Weltenwesen sich sagen: Hier in dieser Welt des Geistes können wir es mit dem Menschen nur bis zu einem gewissen Grade der Vollkommenheit bringen; wir können ihn jetzt nicht mehr herinnen lassen in unserer Welt. Wir würden dasjenige durch den Menschen nicht erreichen, was durch den Menschen erreicht werden soll, wenn wir den Menschen in dieser Welt herinnen ließen. Wir müssen ihn hinausschicken. Da wird er uns, den Göttern, auch das erobern, was er uns hier herinnen nicht erobern kann, was wir Götter uns nicht erobern können, wenn wir die Menschen nicht hinausschicken in die andere Welt herein. - Also von den Göttern sind wir hier herausgeschickt, damit wir innerhalb des Erdenleibes dasjenige ausbilden, was in der geistigen Welt nicht ausgebildet werden könnte.
Cite:
GA 198/1920-07-09/p024 · edition original