Dreizehnter Vortrag

GA 198/1920-07-10/p014 ·1920-07-10 · original (original)
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So erweitern das menschliche Bewußtsein, so hineingießen in die menschliche Wesenheit etwas von dem Wissen, das uns verbindet mit dem ganzen Universum — das ist ein Bedürfnis der Gegenwart. Und alle äußere Wissenschaft wird abdorren, alle äußere Kultur wird hineinführen in den Niedergang. Der Tod des Abendlandes wird erfolgen, wenn die Menschen sich nicht entschließen, eine solche Menschenerkenntnis sich anzueignen, die aus der Beobachtung der äußeren Lebensverhältnisse den Menschen wiederum anknüpft an den Kosmos und so den Menschen anknüpft an den Kosmos, daß der Mensch, indem er hier erlebt die Ideenwelt, sich bewußt wird des Ewigen. Gerade darum ist diese Ideenwelt etwas so Nüchternes, Abstraktes, weil sie nur das Schattenbild des Ewigen ist und weil sie im Grunde hier dazu bestimmt ist, abzutöten das uns sonst ätherisch überflutende Sinnesleben.

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