Dreizehnter Vortrag

GA 198/1920-07-10/p021 ·1920-07-10 · original (original)
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Weil wir in der mechanischen Kulturordnung die Ehrfurcht vor dem Rätsel verloren haben, weil die Maschine uns ideell durchsichtig geworden ist, brauchen wir gerade heute die Anknüpfung an den Menschen, damit wir die Geistigkeit wieder finden. Menschen, die die Geistigkeit noch suchen konnten, indem sie in den Naturobjekten zu gleicher Zeit das Spirituelle suchten, die brauchten nicht eine solche aus dem Menschen hervorgeholte Kenntnis, wie wir sie brauchen. Wir, die wir allmählich uns herausgerissen haben bis zum mechanischen Erfassen der Welt, bis zum Aufbau einer mechanisierten Technik, wir brauchen gegenüber der toten Technik, die auch hineinschlägt in unser Gedankenleben, die lebendige geistige Wissenschaft, welche in der Weise, wie wir es heute wiederum angedeutet haben, den Menschen anknüpft an das geistige Weltenall, an den geistigen Kosmos. Aber wir müssen dieses Anknüpfen dadurch erlangen in der Gegenwart, daß wir wirklich unser Inneres, bevor wir an die Außenwelt gehen, etwas umwandeln. Dieser Umwandlung trägt die anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft überall Rechnung, wo sie praktisch auftritt.

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Cite: GA 198/1920-07-10/p021 · edition original