Dreizehnter Vortrag
Auf dieses Neue, das der Pädagogik und Didaktik der Waldorfschule eingegossen worden ist, kommt es an; das heißt, im Grunde genommen kann die Waldorfschule doch nur der verstehen, der anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft in sein eigenes Herz, in seine eigene Seele aufgenommen hat. Und da erst sollte er zunächst hospitieren, sonst wird er aus den paar Stunden, in denen er hospitiert hat an der Waldorfschule, nichts anderes sehen, als daß man auf die Tafel schreibt oder zu den Kindern spricht und so weiter. Aber es wird dem Menschen in der Gegenwart so unbequem, sich nun wirklich in die Geistigkeit hineinzufinden. Im Grunde genommen — warum denn? — Wollen wir davon die Ursache suchen, da können wir solche Werke, die so recht herausgeboren sind, auch aus einer Strömung des Alten, einmal in die Hand nehmen, können da anfragen: Was wird da über das Aneignen der Geistigkeit durch den Menschen gedacht?
Cite:
GA 198/1920-07-10/p024 · edition original