Vierter Vortrag

GA 199/1920-08-14/p003 ·1920-08-14 · original (original)
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Sie werden aus dem Zusammenhange mancher Darlegungen der letzten Zeit mit allerlei Kundgebungen von außen eines wohl entnehmen können, daß unsere anthroposophische Bewegung in ein Stadium eingetreten ist, welches von jedem einzelnen, der sich an ihr beteiligen will, voraussetzt, daß er diese Beteiligung mit einem sehr ernsten Verantwortlichkeitsgefühl verbindet. Es ist ja in dieser Richtung öfters von mir gesprochen worden. Allein es wird nicht immer der Zusammenhang, um den es sich dabei handelt, in durchdringender Weise ins Auge gefaßt. Wir dürfen eben, gerade weil wir innerhalb unserer Bewegung stehen, nicht aus dem Auge verlieren, in welch ungeheuer ernster Zeit die europäische Zivilisation mit ihrem amerikanischen Anhange sich gegenwärtig befindet. Und wenn wir auch gar nicht von uns aus das eine oder das andere sagen würden — was aber durchaus zu sagen notwendig ist —, was als Zusammenhang besteht zwischen den Impulsen, die aus anthroposophisch orientierter Geisteswissenschaft kommen, und den zeitgeschichtlichen Ereignissen der Gegenwart: diese Ereignisse der Gegenwart würden heranschlagen an das, womit wir uns beschäftigen, und würden ganz zweifellos auch ohne unser Zutun sich mit dem beschäftigen, was in unserer Linie liegt. Es handelt sich darum, daß wir tatsächlich nicht die Augen verschließen vor der ganzen Bedeutung dessen, was mit solchen Worten angedeutet ist.

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