{"corpus":"steiner","locus":"GA 199/1920-08-14/p021","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Der Mensch ist ein Doppelwesen. Auf der einen Seite steht dasjenige, was man — das Wort führt zu Mißverständnissen, aber wir haben ja in der Sprache so wenig Worte, die wirklich adäquat dasjenige ausdrücken, was man eigentlich ausdrücken möchte vom geisteswissenschaftlichen Standpunkte aus —, was man die niedere Natur des Menschen nennen könnte, die physisch-körperhafte Organisation, aus der zunächst der Mensch besteht. Diese physisch-körperhafte Organisation habe ich Ihnen das letzte Mal im Zusammenhange gerade mit der Sinnesorganisation geschildert, Wir wollen heute zunächst davon absehen und morgen auf die Sache wieder zurückkommen. Aber jeder von Ihnen, der einigermaßen die anthroposophische Literatur verfolgt hat, hat ja eine Vorstellung von dieser physisch-körperhaften Organisation des Menschen und auch davon, daß sie zusammenhängt mit dem, was zunächst unsere Umwelt ist. Das, was da draußen die Welt konstituiert, was draußen im mineralischen, im pflanzlichen, im tierischen Reiche lebt, das konstituiert physisch-körperhaft auch uns Menschen. Wir sind ja eine Art Zusammenfassung, heraufgehoben auf eine höhere Stufe, und man kann bildhaft sagen: die Krone der Schöpfung. Aber wir sind eben in physisch-körperhafter Weise ein Zusammenfluß dessen, was an Kräfte- und Stoffwirkungen außer uns vorgeht und was vor uns auftaucht durch unsere Sinneswahrnehmungen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Vierter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-08-14","location":null,"word_count":194,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/199/1920-08-14/p021","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/199/1920-08-14/p021"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/199/1920-08-14/p021","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}