Siebenter Vortrag

GA 199/1920-08-21/p005 ·1920-08-21 · original (original)
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Man kann das, wenn man oberflächlich die Dinge ansieht, bezweifeln; aber wenn man etwas tiefer geht, so kann man die Dinge nicht mehr bezweifeln, von denen hier die Rede ist. Nehmen Sie, was etwa heute Gesinnung, Grundempfindung, Vorstellungsform, sagen wir, einer Wiener, Berliner Zeitung oder eines Wiener oder Berliner belletristischen oder auch wissenschaftlichen Buches ist. Vergleichen Sie das mit einem Londoner Buche - ganz abgesehen jetzt von der Sprache -, dann finden Sie darinnen bei einem solchen Vergleichen zwischen dem Wiener, Berliner und Londoner oder Pariser Buch oder selbst New Yorker und Chicagoer Buche mehr Ähnlichkeit als zwischen dem, was heute in der belletristischen und wissenschaftlichen Literatur an Gedanken und Vorstellungsformen in Wien oder Berlin zutage tritt, und dem, was zum Beispiel Fichte als seine besondere Nuance hat, die er durch seine Gedanken hindurch als belebendes Element ergießt. Ich will Ihnen einen einzelnen Fall sagen, an dem Sie das sehen können.

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Cite: GA 199/1920-08-21/p005 · edition original