Siebenter Vortrag

GA 199/1920-08-21/p016 ·1920-08-21 · original (original)
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Geht man einmal dazu über, das Wissen auf der einen Seite zu haben, den Glauben auf der andern Seite, jenen Glauben, der nicht mehr Erkenntnis sein will, so führt das in letzter Konsequenz dahin, daß man überhaupt nicht mehr den Geist hat. Der Glaube hört schließlich auf, einen Inhalt zu haben. Dann muß man sich den Inhalt suggerieren. Man sucht nicht durch eine geistige Wissenschaft zum reinen Geist zu gelangen, man sucht eben den Geist und gelangt zu der Christian Science der Mrs. Eddy, diesen Geist, der als letzte Konsequenz in der Christian Science der Mrs. Eddy zum Ausdruck gekommen ist. Und diesen Geist atmet schon die ganze Politik des Westens seit längerer Zeit. Sie lebt nicht von Wirklichkeiten, sie lebt von selbstgemachten Suggestionen. Man kann ja selbstverständlich dann, wenn man nicht in die Tiefe hinein zu kurieren hat, auch mit der Christian Science bekanntlich kurieren, und die wunderbarsten Kuren werden erzählt. Ebenso kann man mit der Suggestionspolitik des Westens allerlei Erbauliches ausführen.

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