Siebenter Vortrag

GA 199/1920-08-21/p022 ·1920-08-21 · original (original)
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So hat sich einstmals im Orient entwickelt der besondere Hinblick auf das Leben vor der Geburt. Dadurch ist man in die Lage gekommen, dieses Leben hier als eine Fortsetzung dieses vorgeburtlichen, übersinnlichen Geisteslebens zu betrachten, und es hatte dadurch und nicht durch sich selbst seinen Inhalt. Und es entwickelt sich im Westen heute für die Zukunft etwas, was nicht in einer passiven, gleichgültigen Weise hier leben will und warten, bis man stirbt, weil einem dieses Leben nach dem Tode garantiert ist, sondern es entwickelt sich dasjenige, durch das man weiß: man trägt nichts durch die Pforte des Todes, wenn man hier nicht dafür sorgt, daß man etwas durch die Pforte des Todes trägt durch Aufnahme dessen, was aus demjenigen kommt, was man hat.

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