{"corpus":"steiner","locus":"GA 199/1920-08-28/p005","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir wachend in der Welt stehen, sind wir ja zunächst umgeben von der äußeren Sinneswelt, von alldem, was im Grunde genommen die Eindrücke ausmacht, die auf unser Auge, Ohr, auf unsere Wärmeorgane, auf unsere Sinne überhaupt ausgeübt werden. Da breitet sich die äußere Sinneswelt um uns aus. Das Innenleben der meisten Menschen besteht ja im wesentlichen in nichts anderem als in einer Art weiterer Verarbeitung desjenigen, was die äußeren Eindrücke sind. Von jenseits der Schwelle nimmt sich nun das, was da äußere Welt ist, eben in einem andern Sinne aus als von diesseits der Schwelle. Sie wissen ja, wozu die Menschheit gekommen ist in den letzten Jahrhunderten, in denen sie sich im wesentlichen darauf beschränkt hat, die Welt von diesseits der Schwelle zu betrachten. Die Menschheit ist dazu gekommen, wenn ich schematisieren will, gewissermaßen sich selbst anzusehen. Wir nennen das, was man da selbst ansieht, den dreigliedrigen Menschen, den Kopfmenschen, den rhythmischen Menschen und den Gliedmaßen-Stofwechselmenschen. Hier wollen wir schematisch andeuten jenen Teppich, der sich um uns herum ausbreitet (siehe Zeichnung Seite 165), der im wesentlichen den Inhalt der Sinneswelt ausmacht. Von diesseits der Schwelle spekulieren nun die Menschen, was hinter diesem Sinnesteppich ist. Sie reden davon, daß hinter diesem Sinnesteppich Moleküle, Atome und Stoffe allerlei Tänze aufführen. Sie geben diesen Tänzen die verschiedensten Namen, aber sie sind eben davon überzeugt, daß, wenn der Mensch hinaussieht aus seinen Augen, hinaushört aus seinen Ohren, kurz, hinauswahrnimmt aus seinen Sinnen, daß dahinter irgendeine Stoffwelt liegt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-08-28","location":null,"word_count":244,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/199/1920-08-28/p005","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/199/1920-08-28/p005"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/199/1920-08-28/p005","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}