{"corpus":"steiner","locus":"GA 199/1920-09-18/p016","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Überall wo wir hinblicken, insbesondere dann, wenn wir den Menschen ins Auge fassen, finden wir, daß der Welt geistige Kräfte zugrunde liegen, und wir verstehen den Menschen erst dann, wenn wir die Wechselwirkung dieser geistigen Kräfte wirklich ins Auge fassen. Das wird diese Menschheit gegen die Zukunft hin aufnehmen. Dann wird sie nicht begreifen können, wie einmal ein Zeitalter hat dazu kommen können, zu sagen: Da breitet sich eine Sinneswelt aus, in dieser Sinneswelt wirken Atome, wirken Moleküle, kleine Körperchen, deren Aneinanderstoßen durch gewisse Bewegungen des Lichtes oder der Elektrizität hervorgerufen werden sollen. — Nein, da wirken nicht Atome und Moleküle, da wirken geistige Kräfte! Hinter dem, was sinnlich ist, wirkt der Geist. Das wird der große Umschwung sein, daß der Mensch nicht mehr glauben wird, er ginge durch eine Nebelwolke von Atomen und Molekülen, sondern daß er sich bewußt sein wird, er geht mit jedem Schritt durch geistige Welten, und geistige Welten sind es, die in ihm leben, geistige Welten sind es, die ihn aufbauen, die ihn umgestalten. Gerade so, wie uns der materialistische Glaube, wie uns die bloße Post-mortemLehre hineingeführt hat als letzte Konsequenz in das, was jetzt im Osten Europas vorgeht, so wird uns hineinführen die Geistlehre in ein wirklich menschenwürdiges zukünfliges Dasein. Aber nur diese, einzig und allein diese kann zu einem wirklichen sozialen Aufbau führen. Aus dem Geist heraus muß der soziale Aufbau kommen, und ehe die Menschheit dieses nicht einsieht, eher kann es nicht besser werden, muß es immer schlechter und schlechter werden.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebzehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-09-18","location":null,"word_count":249,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/199/1920-09-18/p016","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/199/1920-09-18/p016"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/199/1920-09-18/p016","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}