Siebzehnter Vortrag

GA 199/1920-09-18/p021 ·1920-09-18 · original (original)
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Dazu müssen wir wieder zurückkommen! Wir müssen wieder den Begriff bekommen davon, daß das, was wir im Abstrakten das Richtige nennen, davon herkommt, daß die Seele, die heruntersteigt aus dem vorgeburtlichen Dasein, den Körper bezwingt, daß sie ihn organisieren kann, daß er sich als plastisches Material den Seelenkräften fügt, die ihn gesund machen. Das ist das Wahre. Was aus einer Seele kommt, die ihren Körper nicht als Apparat gebrauchen kann, die sich schief äußert, dunkel äußert durch ihren Körper, das ist das Seelisch-Kranke. Wir müssen wieder lernen die Begriffe wahr und falsch durch gesund und krank zu ersetzen. Wir müssen wieder empfinden jenen inneren Schmerz, der uns überkommen kann, wenn irgend jemand unrichtige Ansichten äußert, wir müssen empfinden die innere Befriedigung am Wahren. Das aber werden wir nicht, bevor wir nicht ebenso vom vorgeburtlichen Dasein sprechen, wie wir vom nachtodlichen Dasein sprechen, bevor wir nicht lernen, ein Wort wie Ungeborenheit ebenso zu gebrauchen wie Unsterblichkeit, was beweist, wie weit wir abgekommen sind von der Erkenntnis jener geistigen Welt, der der Mensch eigentlich entstammt.

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Cite: GA 199/1920-09-18/p021 · edition original