Vierter Vortrag
Sehen Sie, daraus sollen Sie entnehmen, daß es unmöglich ist, die Gesetzmäßigkeiten, die in der Welt sich uns offenbaren, nur in eindeutiger Weise zu suchen. Der heutige materialistische Denker sucht eine Gesetzmäßigkeit der Welt. Er geht irre, denn er sollte sagen: Alles dasjenige, was Welt der Sinne ist, das ist ja wohl eine Welt, in die wir eingebettet sind, zu der wir gehören, das ist die Welt, die uns unsere Naturwissenschaft nach Ursache und Wirkung auseinandersetzt. Aber da ragt eine andere Welt herein, die andere Gesetzmäßigkeiten hat. (Tafel 7, rechts in der Mitte, schräge Schraffur gelb, horizontale blau). Beide Welten durchdringen sich nur. Beiden Welten muß eine eigene Gesetzmäßigkeit zugeschrieben werden. Solange man der Meinung ist, eine einzige Art von Gesetzmäßigkeit genüge für unsere Welt, alles hänge nur an dem Faden von Ursache und Wirkung, solange gibt man sich greulichen Irrtümern hin. Nur wenn man an so etwas, wie es die Nutation der Erde und die Mondbewegungen sind, ermessen kann, daß in der Tat eine andere Welt da hereinragt, dann kommt man zurecht.
Cite:
GA 201/1920-04-16/p018 · edition original