Vierter Vortrag

GA 201/1920-04-16/p025 ·1920-04-16 · original (original)
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Auf dieses ganze scheinbare Umlaufen des Frühlingspunktes haben tausende von Jahren vor unserer Zeitrechnung die Ägypter hingewiesen, denn sie haben in der 72jährigen Periode etwas sehr Wichtiges gesehen, und sie haben damit auf dieses makrokosmische Jahr hingedeutet. In diesem Herumgehen des Frühlingspunktes zeigt sich uns wiederum etwas an, was zu tun hat mit Leben und Sterben des Menschen im Weltenall draußen, also Leben und Sterben des Makrokosmos. Das Gesetz des Lebens und Sterbens des Menschen ist etwas, was wir ja verfolgen müssen. Auch dasjenige, was Nutation ist, weist uns ja auf eine andere Welt hin, so wie uns unsere Wahrnehmungswelt auf die Atmungswelt hinweist. Was Sie in der gegenwärtigen Astronomie als Präzession finden, das Vorrücken der Tag- und Nachtgleichen also, in dem finden Sie wiederum etwas wie den Übergang zum vollständigen Schlafen, den Übergang zu einer dritten Welt, die ich nun wiederum als eine andere, hereinragend in diese (Tafel 7, Zeichnung rechts, Mitte, 2. horizontale Schraffur, tot) zeichnen müßte. Drei Welten, die sich gegenseitig durchdringen, gegenseitig auch aufeinander beziehen, die man aber nicht einfach unter dem Gesichtspunkte der Kausalität zusammenfassen darf - drei Welten, das heißt eine dreigliedrige Welt, wie einen dreigliedrigen Menschen. Eine erste Welt, die Welt, die uns umgibt, die wir wahrnehmen; eine zweite Welt, die sich herein ankündigt durch die Bewegungen des Mondes; eine dritte Welt, die sich herein ankündigt durch die Bewegungen des Aufgangspunktes der Sonne, also in gewissem Sinne, müssen wir sagen: dutch den Weg des Sonnenweges. Da sehen wir auf eine dritte Welt hin, die allerdings so unbekannt bleibt, wie die Welt unseres Willens dem gewöhnlichen Bewußtsein unbekannt bleibt.

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