Zehnter Vortrag

GA 201/1920-05-01/p011 ·1920-05-01 · original (original)
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Dem irdischen Leben ist er so angepaßt, daß er gewisse Prozesse, die das Tier zu Ende führt, daß er diese nicht zu Ende führt in seiner rein natürlichen Organisation. Das Tier wird gewissermaßen für alle seine Funktionen fertig geboren. Der Mensch muß diese Funktionen selber erst durch seine Erziehung und so weiter geleitet erhalten. Das, was da im Menschen vorgeht, ist im Grunde genommen nur ein äußerer Ausdruck für etwas, was auch organisch im Menschen vor sich geht. Wenn man den Stoffwechsel des Tieres richtig geisteswissenschaftlich studiert, so sieht man, daß dieser Stoffwechsel des Tieres weiter getrieben ist als der Stoffwechsel des Menschen. Der Stoffwechsel des Menschen muß ja auf einer früheren Etappe aufgehalten werden als der Stoffwechsel des Tieres. Dasjenige, was im Tiere, wenn ich es schematisch aufzeichnen soll (Tafel 19, links oben, der starke horizontale Strich mit dem kugeligen Ende), bis zu einer gewissen Stufe getrieben wird, das muß beim Menschen auf einer früheren Stufe stehenbleiben. Der Mensch darf, wenn ich mich trivial ausdrücken soll, nicht soweit verdauen wie das Tier. Der Mensch muß früher stehenbleiben im Verdauungsprozesse als das Tier. Dadurch erhält er, durch die stehengebliebene Verdauung, diejenigen Kräfte, die nun die physischen Träger werden für dasjenige, was er durch den Willen hinaufschickt in das Haupt.

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