Elfter Vortrag

GA 201/1920-05-02/p004 ·1920-05-02 · original (original)
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Da brauchen Sie ja nur einmal zu vergleichen das Verhalten, sagen wir, des weit im Weltenall draußen stehenden Saturn mit dem Verhalten der Erde selbst, und Sie werden einen gewissen Unterschied wahrnehmen. Dieser Unterschied ist dadurch für die Astronomie zur Geltung gekommen, daß man sagt, der Saturn kreise um die Sonne in 30 Jahren, die Erde in einem Jahre. Wir wollen uns jetzt einmal nicht kümmern, ob diese Dinge richtig oder falsch sind, ob sie eine Einseitigkeit darstellen oder nicht, wir wollen nur auf das hinweisen, daß eben die Beobachtungen, die man gewinnen kann dadurch, daß man den Saturn im Weltenraume verfolgt und die Geschwindigkeit seiner Bewegung vergleicht mit dem, was man der Erde als eine gewisse Geschwindigkeit zuschreibt, daß man dadurch unter Voraussetzung des kopernikanisch-keplerischen Weltsystems zu der Anschauung kommt, daß der Saturn 30 Jahre braucht, um die Sonne zu umkreisen, die Erde ein Jahr. Und wenn wir dann auf den Jupiter hinschauen, so spricht man ihm eine Umlaufszeit von 12 Jahren zu. Viel kürzer ist die Umlaufszeit des Mars. Aber nun kommen wir, wenn wit die anderen Planeten uns ansehen, die Venus, den Merkur, zu Umlaufszeiten, die kleiner sind als die der Erde, oder sagen wir, von denen gesagt wird, daß sie kleiner sind als die Umlaufszeit der Erde. Alle diese Dinge sind ja selbstverständlich ausgedacht, sind ausgedacht auf Grundlage der Beobachtungen, die in der einen oder in der anderen Weise gemacht werden.

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