{"corpus":"steiner","locus":"GA 201/1920-05-02/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun sehen wir auf das hin, was da eigentlich im Bette liegt. Was ist denn das, was da im Bette liegt? Das wird plötzlich zu der Natur des Pflanzenreiches. Das müssen Sie sehen als ähnlich dem, was auf der Erde vorgeht von dem Moment an, wo im Frühling die Pflanzen hervorsprießen bis zum Herbst, wo die Pflanzen wiederum hinuntergehen. Da schießt im Menschen das Pflanzensein ins Kraut, möchte man sagen, vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Da wird er so, wie die Erde zur Sommertszeit ist. Und wenn wiederum das Ich und der astralische Leib zurückkehren, wenn der Mensch aufwacht, dann wird er so, wie die Erde zur Winterszeit ist. So daß wir sagen können: der Wachzustand des Menschen, die Zeit vom Aufwachen bis zum Einschlafen ist der persönliche Winter, die Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen ist der persönliche Sommer. Für den Kosmos, insofern die Erde ja auch zu diesem Kosmos gehört, ist das Jahr das Entsprechende. Die Erde wacht in der Winterszeit, schläft in der Sommerszeit. Die Sommertszeit ist die Schlafzeit der Erde, die Winterszeit ist die Wachzeit der Erde. Äußerlich verglichen gibt es selbstverständlich eine falsche Analogie; da glaubt man, daß die Sommerszeit die Wachzeit der Erde ist und die Winterszeit die Schlafenszeit der Erde ist. Umgekehrt ist es das Richtige; denn wir werden ja während unserer Schlafenszeit dem blühenden, sprossenden Pflanzenleben ähnlich, werden also da so wie die Erde während der Sommerszeit. Und wenn unser Ich und unser astralischer Leib in unsern physischen Leib und in unsern Ätherleib hineingehen, so ist es so, wie wenn für die pflanzentragende Erde die Sommersonne sich zurückzieht und die Wintersonne wirkt. Doch ist eine Jahreszeit jeweilig für irgendeinen Teil der Erdoberfläche. Bei der Erde ist es also anders wie beim einzelnen Menschen, aber auch nur scheinbar, übrigens; bei der Erde, insofern wir sie auf irgendeinem Teile bewohnen, ist es so, daß ein Jahreslauf dem Tageskreislauf des Menschen entspricht. Ein Jahreskreislauf im Kosmos entspricht dem Tageskreislauf des Menschen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Elfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-05-02","location":null,"word_count":326,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/201/1920-05-02/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/201/1920-05-02/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/201/1920-05-02/p007","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}