Elfter Vortrag

GA 201/1920-05-02/p014 ·1920-05-02 · original (original)
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Für die heutige materialistische Weltanschauung ist eben der Saturn, der sich da im Weltenraume findet, nur ein Körper, der da im Weltenraum herumgondelt, und die anderen Planeten auch. Aber so ist es nicht; sondern wenn wir diesen äußersten Planeten unseres Planetensystems, den Saturn nehmen, dann müssen wir ihn uns vorstellen - und ich werde jetzt etwas wiederum gewissermaßen referierend angeben müssen, was wir erst später erläutern —, wir müssen ihn uns vorstellen als den Führer unseres Planetensystems im Weltenraume. Er zieht unser Planetensystem im Weltenraume. Er ist der Körper für die äußerste Kraft, die uns da in der Lemniskate im Weltenraume herumführt. Er kutschiert und zieht zugleich. Er ist also die Kraft in der äußersten Peripherie. Würde er nur wirken, so würden wir uns in der Lemniskate bewegen. Aber nun sind in unserem Planetensystem eben diese anderen Kräfte, die eine intimere Vermittelung darstellen zur geistigen Welt, die wir im Merkur und in der Venus finden. Durch diese Kräfte wird fortwährend die Bahn gehoben. So daß wir, wenn wir diese Bahn von oben anschauen, wir diese Lemniskate bekommen (die vorige Kurve); wenn wir sie aber von der Seite anschauen, bekommen wir Linien, die sich fortwährend heben, fortschreiten (Tafel 20, rechts unten). Dieses Fortschreiten, das entspricht im Menschen der Tatsache, daß wir, während wir schlafen, das verarbeiten, was wir in uns aufgenommen haben; wenn es auch nicht gleich ins Bewußtsein übergeht, wir verarbeiten es. Wir verarbeiten, was wir durch unsere Erziehung, durch unser Leben aufnehmen, eigentlich hauptsächlich während des Schlafens. Und während des Schlafes vermitteln uns das Merkur und Venus. Sie sind unsere wichtigsten Nachtplaneten, während Jupiter und Saturn unsere wichtigsten Tagesplaneten sind. Daher hat mit vollem Rechte eine ältere instinktive atavistische Weisheit Jupiter und Saturn mit der menschlichen Hauptesbildung zusammengebracht, Merkur und Venus mit der menschlichen Rumpfesbildung, also mit dem übrigen Organismus. Aus der intimen Erkenntnis des Verhältnisses zwischen Mensch und Weltenall sind diese Dinge entstanden.

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