Dreizehnter Vortrag

GA 201/1920-05-09/p008 ·1920-05-09 · original (original)
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Aber dutch Verhältnisse, die in der Dekadenz der ganzen Entwickelung des ägyptischen Volkes liegen, wurde den breiten Massen des ägyptischen Volkes - und das ist dort am charakteristischsten zutage getreten — nicht mitgeteilt dasjenige, was Wesenheit des Menschen ist, was Zusammenhang des Menschen mit dem Kosmos ist. Man sagte sich: Wissen einmal alle Menschen, daß sie eine Wesenheit sind, die so eingegliedert ist in den ganzen Kosmos, daß ihre eigene Lebensdauer ein Glied ist in der Lebensdauer eines Sonnenumganges, dann werden diese Menschen, die sich fühlen als in das Weltenall eingegliedert, sich nicht regieren lassen, dann betrachtet sich jeder als ein Glied des Weltenalls. - Es sollten nur diejenigen wissen, daß es so ist, die man zum Führen berufen glaubte. Die anderen Menschen, die sollten nicht ein solches Weltenwissen, sondern ein Tageswissen haben. Das hängt zusammen mit der ganzen Dekadenz der ägyptischen Kulturentwickelung. Und was in bezug auf viele andere Dinge allerdings notwendig war, die unreife Menschheit in gewisse Mysterien nicht einzuweihen, das wurde ausgedehnt gerade von der ägyptischen Kultur auf solche Dinge, die den Führenden, den Regierenden Macht gaben.

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