{"corpus":"steiner","locus":"GA 201/1920-05-09/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dem, was da der Menschheit droht, entgeht man durch nichts anderes als durch das Anstreben innerer Wahrheit in bezug auf solche höchsten Fragen des Daseins. Es ist also gewissermaßen heute eine Art Aufforderung aus unseren Zeitimpulsen heraus an die Menschheit, einzusehen, daß nicht weiter eine Astronomie materialistischer Art existieren darf, die nichts weiß davon, daß in einem bestimmten Zeitpunkte das Ereignis von Golgatha sich bildet. Aber jede Astronomie, welche einschließt in die Weltstruktur den Mond ebenso wie die Sonne und die Erde, statt die beiden in ihren Strömungen ineinanderlaufen zu lassen, so aber, daß sie gesonderte Strömungen sind, jede solche Astronomie ist nichts anderes als eine heidnische Astronomie, keine christliche Astronomie. Daher muß vom christlichen Standpunkte aus jede Evolutionslehre abgelehnt werden, die nur gewissermaßen einheitlich die Welt schildert. Verfolgen Sie meine «Geheimwissenschaft», so werden Sie sehen, wie, indem ich schildere Saturnzeit, Sonnenzeit, die Strömung sich teilt in zwei Strömungen, die dann ineinanderwirken. Da haben Sie die beiden Strömungen. Wenn man aber so schildert, wie gemeiniglich geschildert wird, dann schildert man mit den Begriffen, die durchaus im Sinne der heidnischen Fortentwickelung sind. Das geht bis in die Einzelheiten hinein. Denken Sie nur, wenn der heutige Evolutionstheoretiker so richtig darwinistischer Färbung schildert die Entwickelung der organischen Form, da sagt er: Erst waren einfache organische Formen, dann kamen kompliziertere, dann wiederum kompliziertere und so weiter bis herauf zum Menschen (Tafel 25, oben). — So ist es nicht, sondern, wenn Sie den Menschen nehmen, dreigliedern, so ist nur sein Haupt die Ausbildung der niederen Tierformen (Zeichnung, rechts). Was der Mensch als Haupt hat, das ist die Ausbildung der niederen Tierformen. Dasjenige, was an das Haupt angegliedert ist, das ist später entstanden. So daß wir nicht sagen dürfen, in unserem Rückenmark haben wir etwas, was sich zum Kopfe umbildet, sondern wir müssen sagen: Unser Haupt, unser Kopf ist ja gewiß aus früheren Gebilden entstanden, die Rückgrat-ähnlich waren; aber das heutige Rückgrat hat nichts zu tun mit dieser Entwickelung, sondern ist ein späterer Ansatz; und von einem anders geformten Rückgrat stammt dasjenige, was heute Kopforganisation ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dreizehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-05-09","location":null,"word_count":340,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/201/1920-05-09/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/201/1920-05-09/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/201/1920-05-09/p013","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}