Siebenter Vortrag

GA 202/1920-12-11/p008 ·1920-12-11 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Aber es läßt sich auch das nicht halten, was nur aus unklaren, konfusen Begriffen heraufgekommen ist aus alten Zeiten. Es läßt sich vor allen Dingen nicht halten, daß man den Menschen vorstellt als eine leiblich-physische Wesenheit mit einem Seelischen darinnen, und daß man darnach sucht, wie dieses Geistig-Seelische im Zusammenhange steht mit dem Leiblich-Physischen, indem man dabei nur auf die Gegenwart sieht. Ohne daß man nämlich seine Betrachtungsweise ausdehnt über die Zeit, ohne daß man die Zeit zu Hilfe ruft, um den Menschen zu verstehen, kommt man nicht weiter. Dieses Schema für die menschliche Wesenheit ist ein ganz unmögliches Schema. Einzig und allein durch die folgenden Vorstellungen können sich klare Begriffe ergeben, die dann, wie wir sehen werden, weiterführen, um die Brücke zu bauen zwischen der moralischen Weltanschauung und der physischen Weltanschauung.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/202/1920-12-11/p008.json
Cite: GA 202/1920-12-11/p008 · edition original