{"corpus":"steiner","locus":"GA 202/1920-12-12/p002","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es obliegt mir in diesen Betrachtungen, die ja nächsten Freitag fortgesetzt werden, ein möglichst umfassendes Bild zu geben auf der einen Seite von dem Zusammenhang des Menschen mit dem ganzen Universum, mit dem Kosmos, sowohl mit dem physischen wie mit dem geistigen Kosmos, und auf der anderen Seite zu zeigen, wie man allmählich durch eine geisteswissenschaftliche Betrachtung zu einer wirklichen Brücke kommen kann zwischen dem, was man Naturordnung nennt und dem, was man geistig-moralische Weltordnung nennen kann. Ich möchte heute gewissermaßen ein Intermezzo geben, das zeigen soll, wie in bezug auf die Menschheit selber das Geistige verbunden werden muß mit dem Physischen, wenn es zu einer Totalbetrachtung auch der menschheitlichen Entwickelung kommen soll. Denn dasjenige, was eben verhindert, in der universellen Weltbetrachtung die Brücke zu bauen zwischen dem Physischen und dem Geistigen, das verhindert auch für die traditionelle Weltanschauung in ihren verschiedenen Formen, zu einer Totalauffassung dessen zu kommen, was in der Menschheitsentwickelung wirksam ist. Wir können ja Geisteswissenschaft nicht so nehmen, daß sie eine abstrakte Theorie ist, eine Summe von Vorstellungen nur ist, welche aufklären soll über die Frage des Ewigen im Menschen, über die Frage der wiederholten Erdenleben eben in abstrakter Form. So können wir Geisteswissenschaft nicht aufnehmen. Wir würden sie mißverstehen, wenn wir sie so nehmen würden. Wir müssen uns Geisteswissenschaft durchaus als das Leben durchdringend vorstellen, und wir müssen dazu kommen, dasjenige, was ja allerdings auch auf dem Gebiete der Geisteswissenschaft in einer gewissen abstrakten Form, in einer theoretischen Manier gegeben werden muß, ganz konkret im Leben anzuwenden. Und davon will ich Ihnen zunächst ein Beispiel geben, das allerdings hergenommen ist aus wirklichen geisteswissenschaftlichen Untersuchungen, über die man eigentlich zunächst nur referieren kann, die aber am Leben selber verifiziert werden können.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Achter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-12-12","location":null,"word_count":285,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-12/p002","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-12/p002"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/202/1920-12-12/p002","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}