Achter Vortrag

GA 202/1920-12-12/p020 ·1920-12-12 · original (original)
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Es ist zum Beispiel eigentümlich, auch in den zum Teil koketten Äußerungen des Rabindranath Tagore dieses eigentümliche Aroma wahrzunehmen. Man hat dann, ich möchte sagen, die Möglichkeit, mit geistigen Händen zu greifen die christliche Abstammung der Seele und die orientalische Abstammung des Leibes. Diese liefert die orientalisierende Koketterie. Und dasjenige, was insbesondere dem Europäer als etwas warm Wohltuendes in die Seele träufelt gerade bei Rabindranath Tagore, das ist von einer ins Christentum einstmals hineinsegelnden Seele, die nur in dieser Inkarnation nicht christlich geworden ist, weil sie in einer äußeren, nicht christlichen Zivilisation lebt.

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