{"corpus":"steiner","locus":"GA 202/1920-12-12/p028","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Man ist wahrhaftig nicht dadurch ein großer Geist, daß man an dem, was so tief symptomatisch zeigt, wohin die Ereignisse laufen, gleichgültig vorbeigeht, denn an den äußeren Ereignissen zeigt sich, was innerlich wirkt. Wie oft habe ich darauf hingewiesen, wie die ahrimanischen Kräfte gegenwärtig durch die Menschheit gehen. Dieses Gehen der ahrimanischen Kräfte durch die Menschheit, man kann es äußerlich sehen, wenn man nur unbefangen ist. Aber wie soll denn die Wahrheit durchdringen, wenn man an den historischen Ereignissen, die gerade die Wahrheit äußerlich verifizieren können, gleichgültig, schläfrig vorbeigeht und von ihnen Notiz nimmt, wie die Menschheit eben heute gewöhnt ist, von diesen Dingen Notiz zu nehmen. Geisteswissenschaft will gewiß nicht parteimäßig werden; aber Geisteswissenschaft muß Lebenswirklichkeit in sich tragen. Heute muß gesehen werden, wie die Welt starke ahrimanische Kräfte in Opposition aufstellt gegen alles, was den Geist betont. Aber es muß sich in diesen Tagen die natürlich Jahre umfassen — entscheiden, ob die Väter recht gehabt haben, die 869 am achten allgemeinen ökumenischen Konzil den Geist abgeschafft haben, ob es dabei bleiben soll, oder ob der Geist wiederum eingeführt werden soll in die Entwickelung der Menschheit. Das aber wird nicht durch bloße theoretische Betrachtungen in der Menschheit lebendig werden können, sondern allein dadurch, daß es Lebenspraxis wird.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Achter Vortrag","site_heading":null,"date":"1920-12-12","location":null,"word_count":208,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-12/p028","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/202/1920-12-12/p028"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/202/1920-12-12/p028","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}