Zehnter Vortrag

GA 202/1920-12-17/p015 ·1920-12-17 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Nun, in dem Augenblicke, wo man den Menschen in dieser Weise betrachtet, wird man aber sehen, daß man bei dieser menschlichen Betrachtung nicht innerhalb des menschlichen Organismus selber stehenbleiben kann. Man kann allenfalls innerhalb des menschlichen Organismus stehenbleiben, wenn man den bloßen festen Organismus betrachtet. Der gibt ein gewisses abgeschlossenes Gebilde, durch die Haut nach außen abgeschlossen. Allerdings ist das auch nur scheinbar, denn der Mensch betrachtet dasjenige, was ihm als Festes gegenübertritt, so, als ob es ein in sich abgeschlossener fester Klotz wäre. Das Feste ist aber in sich auch differenziert und steht vor allen Dingen in den verschiedensten Beziehungen zu der gesamten übrigen festen Körperlichkeit. Wir haben ja als Nächstliegendes zu beachten, daß die verschiedenen festen Substanzen zum Beispiel verschieden schwer sind, und schon daraus kann ersehen werden, wie dasjenige, was im menschlichen Organismus ist, dadurch, daß es verschieden schwer ist, verschiedenes spezifisches Gewicht hat, in einer ganz verschiedenen Weise gewissermaßen lastet im Menschen. Dadurch steht der Mensch mit Bezug auf seine physische Organisation in Beziehung zur ganzen Erde. Aber immerhin kann man, dem äußeren Augenscheine nach wenigstens, diese physische Organisation räumlich abgrenzen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/202/1920-12-17/p015.json
Cite: GA 202/1920-12-17/p015 · edition original