Zehnter Vortrag

GA 202/1920-12-17/p022 ·1920-12-17 · original (original)
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Sie sehen daraus, man kommt dem Seelischen näher, wenn man diese besonderen Organismen im Menschen betrachtet. Die materialistische Betrachtungsweise, die nur bei dem festen Gerüste stehenbleiben will, die es eigentlich wie eine Selbstverständlichkeit ausspricht, daß Wasser nicht organisiert sein kann — es ist eben organisiert im Organismus —, die muß ihrerseits dazu kommen, mit völligem Unverständnis dem Seelischen gegenüberzustehen; denn das Seelische ist unmittelbar vorhanden eben in diesen anderen Organismen. Und der eigentliche feste Organismus ist im Grunde genommen nur etwas, was, ich möchte sagen, wirklich Stütze bildet für die anderen Organismen. Wir haben den festen Organismus, der wie ein Stützgerüste dasteht aus Knochen, Muskeln und so weiter. Und in dieses Stützgerüste hinein gliedert sich dann der flüssige Organismus, der in sich differenziert ist und der in sich eben durchaus konfiguriert ist, und in diesem flüssigen Organismus vibriert der Ätherleib, und in diesem flüssigen Organismus erzeugen sich die Gedanken. Wie erzeugen sie sich? Dadurch erzeugen sie sich, daß in diesem Flüssigkeitsorganismus in einer bestimmten Metamorphose sich geltend macht, was wir sonst in der Außenwelt kennenlernen als den Ton.

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Cite: GA 202/1920-12-17/p022 · edition original