Zehnter Vortrag

GA 202/1920-12-17/p031 ·1920-12-17 · original (original)
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Und auch zum Verständnis des Schlafzustandes kommt man nur, wenn man diese Dinge genauer ins Auge faßt. Bedenken Sie doch, daß ja im Schlafzustande zunächst eben wirklich nur der physische Leib, also der physische Körper und der Ätherleib in derselben Weise vorhanden sind wie im Wachzustande; das Ich und der astralische Leib sind heraußen. So daß also, indem im schlafenden Menschen nur der physische Leib und der Ätherleib vorhanden sind, dasjenige in ihm wirken kann, auch auf den luftförmigen Organismus und den Wärmeorganismus, was innerhalb des physischen und des Ätherleibes. ist. Wenn wir den wachen Organismus haben, dann sehen wir aus dem Gesagten den Zusammenhang zwischen dem Ich und dem astralischen Leib und dem ganzen Organismus. Wenn wir im Schlaf das Ich und den astralischen Leib draußen haben, dann haben wir aber trotzdem in der menschenlichen Organisation die vier Elemente drinnen: das feste Stützgefüge, den Flüssigkeitsorganismus, aber auch den Luftorganismus, durch den sonst der astralische Leib wirkt, den Wärmeorganismus, durch den sonst das Ich wirkt. Wir haben diese darinnen, und die wirken ebenso organisiert, wie im wachen Zustande durch das Ich und den astralischen Leib organisierend gewirkt wird. Wir haben eben in unserem Schlafzustande statt unseres Ich, das draußen ist, den Geist in uns, der sonst die Welt durchsetzt und den wir im Wachen vertrieben haben durch unser Ich, das ein Teil von ihm ist. Wir haben unseren Wärmeleib durchzogen von dem Weltengeiste, wir haben unseren Luftorganismus durchzogen von dem, was wir Weltenseele, Weltenastralität nennen können, die wir sonst vertreiben, wenn wir wachen. So daß wir auch von diesem Gesichtspunkte jetzt Wachen und Schlafen betrachten können. Im Schlafe durchzieht unseren Wärmeorganismus die Weltengeistigkeit, die wir vertreiben, wenn wir aufwachen, durch das Ich, das ein Teil davon ist, denn es versorgt vom Aufwachen bis zum Einschlafen dasjenige, was sonst im Wärmeorganismus durch die Weltengeistigkeit bewirkt ist. Ebenso die Weltenastralität, wir vertreiben sie beim Aufwachen, wir geben ihr wiederum ihre Wirksamkeit in unserem Organismus, indem wir einschlafen. So daß wir sagen können: Indem wir schlafend unseren Leib verlassen, lassen wir einziehen in unseren Wärmeorganismus den Weltengeist, in unseren luftförmigen Organismus die Weltenseele, die Weltenastralität.

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Cite: GA 202/1920-12-17/p031 · edition original